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Ausgeglichenheit und harmonische Wohnraumgestaltung

Die Möglichkeiten des Feng Shui

Feng Shui

Jedem, der sich ein wenig mit Einrichtung beschäftigt hat, dürfte irgendwann der Begriff „Feng Shui“ (korrekt ausgesprochen „fang schwey“, allerdings hat sich die wörtliche Lesart „feng schui“ sehr verbreitet) untergekommen sein. Der Begriff „Feng Shui“ taucht erstmals im Buch der Riten (ca. 300 n. Chr.) auf, in der auch die Wirkung der Elemente auf die unsichtbare Lebensenergie beschrieben wird.

Ursprünglich galt dieser altchinesische Glaube in erster Linie der Anordnung der Elemente in der Gartenarchitektur, um die Elementargeister wohlwollend zu stimmen. Später wurde diese Philosophie dann auch auf die Wohnräume übertragen. Grundlegend bei beiden ist die Berücksichtigung der fünf Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Holz, Metall) und die ebenso traditionielle Lehre von Yin und Yang. Auch der Begriff „Qi/Chi“ (ausgesprochen „Tschii“) wird hier häufig fallen. Dieser steht für diese unsichtbare Lebensenergie, die gestärkt, geschwächt oder geleitet werden soll.

Grundlegend beim Feng Shui sind zwei Zyklen, die die gegenseitige Bedingung der Elemente beschreiben. Das Verhältnis dieser 5 Elemente muss idealer Weise im Gleichgewicht zueinander stehen.

Feng Shui: Entstehungszyklus

Der Entstehungszyklus

  • Das Holz ist die Nahrung für das Feuer

  • Die Asche des Feuers düngt die Erde

  • In der Erde entsteht das Metall

  • Metallische Spuren machen das Wasser nährreich

  • Das Wasser ernährt die Bäume, die Holz für das Feuer liefern

Feng Shui: Kontrollzyklus

Der Kontrollzyklus

  • Das Holz kontrolliert die Erde (Holz verhindert Bodenerosion)

  • Erde kontrolliert das Wasser (Erde lässt das Wasser im Boden versickern)

  • Wasser kontrolliert das Feuer (Wasser löscht das Feuer)

  • Feuer kontrolliert das Metall (Metall schmilzt im Feuer)

  • Metall kontrolliert das Holz (Die Axt fällt den Baum)

Beispiele, worauf Sie unbedingt bei der Gestaltung nach Feng Shui achten sollten:

  • Vermeiden Sie Ecken. Da das in den wenigsten Räumen möglich sein dürfte, greifen Sie zu einem Trick: Nutzen Sie runde oder geschwungene Formen bei der Dekoration und platzieren Sie Pflanzen in den Ecken. So kann die Energie sanft durch den Raum fließen.

  • Nutzen Sie wenig Spiegel, da diese die Energie reflektieren, statt sie weiter zu leiten. Besonders direkt gegenüber Türen oder Fenster, durch die die Energie in den Raum kommt, sollten keine Spiegel angebracht sein. Im Schlafzimmer sollten Sie komplett auf Spiegel verzichten.

  • Halten Sie Ordung - sowohl im Raum, als auch in den Schubladen. Unordnung stört das Chi. Das gilt auch für defekte Geräte - entfernen Sie diese.

  • Je mehr Licht in den Raum fällt, desto größer wirkt dessen positive Kraft. Nutzen Sie deswegen lichtdurchlässige Vorhänge und halten Sie die Fenster möglichst frei. Dunkle Räume stehen im Kontrast zur positiven Kraft des Lichts.

  • Jeder Sitzplatz sollte einen Blick auf die Tür und die Fenster haben. Dadurch steigt Ihr Sicherheitsgefühl, Ihre innere Unruhe legt sich. Notfalls können Sie hier Spiegel nutzen, um Sicherheit in jeder Blickrichtung zu erreichen.

  • Ausgestopfte Tiere und Trockenblumen stehen im krassen Kontrast zur lebensbejahenden, positiven Energie.

  • Lebende Pflanzen hingegen unterstützen diese Lebensenergie und lassen den Raum entspannter wirken.

Die Gestaltung nach Feng Shui kann Ihr Wohlbefinden steigern und für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Beachten Sie bei der Planung jedoch, dass Feng Shui nur eine Wirkung erzielt, wenn Sie sich selber mit der Gestaltung der Wohnräume identifizieren können.



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